02.09.2026
RAR Fine Dining in Maria Alm: 10 Plätze, ein MICHELIN Stern und viel Persönlichkeit
RAR steht für Regional And Respect
Drei Wörter, die ziemlich gut erklären, warum eine Bachforelle aus der Region auf Matcha trifft und Lamm aus Maria Alm durchaus Bekanntschaft mit asiatischen Aromen machen darf.
Küchenchef Maximilian Reuter nimmt regionale Produkte als Ausgangspunkt, ohne daraus zwangsläufig klassische alpine Küche zu machen. Auf dem aktuellen Menü steht beispielsweise Bachforelle von der Fischerei Bayrhammer mit Buttermilch und Matcha. Dazu kommen Tom Yum mit Unagi, Galgant und Pani Puri, Gyoza mit Bauerngurke, Holunder und Zitronengras oder ein Apfel-Estragon-Sorbet mit Kräutern aus Frau Hörls Kräutergarten. Beim Dreierlei vom Lamm steht ein Name auf der Karte, den viele unserer Stammgäste längst kennen: Sommerjufen.
Genau hier wird Regionalität interessant.
Nicht, wenn sie möglichst groß auf der Speisekarte steht. Sondern wenn man weiß, woher etwas kommt und wer dahintersteht.
Vom Biohof EBENGUT in Maria Alm beziehen wir unter anderem Bio-Eier und Jungrind. Beim Rind spielt auch der Nose-to-Tail-Gedanke eine Rolle: möglichst viel vom Tier zu verwenden, statt sich auf wenige Stücke zu beschränken. Vom Sommerjufen kommen Lamm und Butter, heimische Süßwasserfische liefert die Fischerei Bayrhammer, Wild stammt aus der Region und saisonale Kräuter wachsen bei Frau Hörl. Auch heimische Käsesorten und Destillate gehören zu diesem Netzwerk aus Produzenten und Partnern.
„Respect“ ist deshalb mindestens genauso wichtig wie „Regional“.
Es geht um Herkunft, um das Produkt und darum, vernünftig damit umzugehen.
Und dann darf Matcha dazukommen.
Alpine Wurzeln. Asiatische Ideen.
Asian Alpin heißt das Menü im RAR.
Geografisch liegen zwischen diesen beiden Welten einige Kilometer. Kulinarisch müssen es offenbar nicht ganz so viele sein.
Matcha, Galgant, Zitronengras, Amazake, Shiso oder Szechuan begegnen Bachforelle, Bauerngurke, Holunder, Lamm, Marille und heimischen Kräutern. Fermentation, Säure, Würze und unterschiedliche Texturen bringen eine weitere Ebene hinein.
Dabei gibt es nicht nur einen kulinarischen Weg durch den Abend. Mit Asian Green hat das RAR ein eigenständiges veganes Fine-Dining-Menü. Karotte trifft dort auf Kriecherl und Vadouvan, Tomaten-Consommé auf schwarzen Knoblauch, Sellerie bekommt seinen eigenen großen Auftritt und beim Dessert landen Kokos, Marille und Szechuan zusammen.
Keine abgespeckte Version des anderen Menüs.
Ein eigenes.
So sollte es unserer Meinung nach auch sein.
Drei Stunden, die nicht nur am Teller stattfinden
Für einen Abend im RAR darf man ungefähr drei Stunden einplanen.
Das Menü besteht dabei nicht einfach aus einer festgelegten Zahl an Tellern. Amuse-Bouche, Brotgang und Petit Fours gehören ebenso zum Erlebnis, ein Aperitif kann dazugebucht werden. Zwischen den einzelnen Gängen bleibt Zeit für Gespräche, für Erklärungen – und für das eine oder andere Glas.
Restaurantleiter und Sommelier Philipp Schmeisser und sein Team führen durch den Abend. Sie erklären, schenken ein und kennen die Geschichten hinter den Weinen und Gerichten. Auch Küchenchef Maximilian Reuter übernimmt selbst einen Teil des Services.
Das gefällt uns besonders.
Denn Fine Dining kann noch so präzise sein: Persönlich wird es erst durch die Menschen dahinter.
Und was kommt ins Glas?
Beim Wein liegt ein Schwerpunkt auf Österreich, ohne an der Landesgrenze Halt zu machen.
Die Begleitung wird passend zum Menü zusammengestellt. Auf der aktuellen RAR-Selektion stehen beispielsweise Grüner Veltliner Ried Steinertal von F.X. Pichler aus der Wachau, Cuvée Collage in Weiß von Leo Müller aus dem Kremstal, Blaufränkisch Ried Point von Kollwentz aus dem Burgenland und eine Riesling Beerenauslese von Gerhard Deim aus dem Kamptal. Internationale Positionen ergänzen die Auswahl.
Wer tiefer in den Weinkeller schauen möchte, findet außerdem eine eigene Raritätenkarte.
Und wer keinen Alkohol trinkt?
Bekommt nicht einfach Wasser.
Die alkoholfreie Begleitung wird ebenfalls passend zu den Gängen komponiert. Yuzu, Jasmin und Tonic; Immortelle mit Ingwer; Zitronengras mit White Penja; Rhabarber mit Timur Berry oder Nitro Tea aus Vetiver, Hibiskus und Rose zeigen, dass ein Pairing auch ohne Wein eine eigene geschmackliche Ebene eröffnen kann.
2026 bekam nicht nur die Küche neue Aufmerksamkeit
Im Frühjahr kam der Raum dran.
Und mit „kam dran“ meinen wir nicht ein paar neue Kissen.
Das RAR wurde komplett ausgeräumt und neu gedacht. Erhalten blieb das, was dem Raum seinen unverwechselbaren Charakter gibt: das alte gemauerte Gewölbe.
Darunter entstand ein Restaurant, das seit Mai 2026 deutlich reduzierter und moderner auftritt. Neuer Boden, neue Tische, neue Stühle und eine neue Bank, neue Leuchten und eine Glaswand, die abtrennt, ohne Licht und Leichtigkeit aus dem Raum zu nehmen.
Für die Umsetzung haben wir bewusst mit Handwerksbetrieben zusammengearbeitet: Tischlerei Freund, Boden Landrichtinger und Glas Merth.
Heute treffen dunkle Tische und klare Linien auf helle textile Oberflächen, Glas auf altes Mauerwerk und zeitgemäßes Design auf ein Gewölbe, dessen Geschichte erhalten geblieben ist.
Eigentlich passt der Raum damit ziemlich gut zur Küche.
Die Herkunft bleibt sichtbar. Trotzdem darf etwas Neues daraus entstehen.
Ferdi zeichnet
Zwischen Auszeichnungen, Menüs und Weinen gibt es noch ein Detail, das viel über das RAR erzählt.
Sous Chef Ferdinand Hirschbichler zeichnet.
Mit Bleistift bringt er Zutaten, einzelne Arbeitsschritte und fertige Gerichte aufs Papier. Seine Illustrationen sind Teil der Menüunterlagen und begleiten damit auch den Gast durch den Abend.
Natürlich bekommt ein Restaurant dafür keine Haube.
Uns gefällt es trotzdem ausgesprochen gut.
Denn hinter einem Menü stecken nicht nur Produkte und Techniken, sondern Menschen, Ideen und ziemlich viel Handarbeit.
Ferdis Zeichnungen machen genau das sichtbar.
Für einen Abend nach Maria Alm. Oder gleich für ein paar Tage.
Viele Gäste entdecken das RAR unabhängig von einem Aufenthalt in der HOCHKÖNIGIN und kommen eigens für ihr Fine-Dining-Erlebnis nach Maria Alm.
Genau so soll es sein. Das RAR kann auch von externen Gästen reserviert werden.
Für unsere Hotelgäste möchten wir es gleichzeitig stärker als das zeigen, was es direkt im Haus ist: eine Gelegenheit, einen Urlaubstag am Hochkönig mit einem außergewöhnlichen Abend zu verbinden.
Am Nachmittag noch ein paar Bahnen im Pool oder Zeit im TIARA SPA. Danach umziehen, Aperitif und Fine Dining. Am nächsten Morgen Frühstück, Berge, Wellness – oder einfach ein langsamer Start in den Tag.
So wird aus einer Tischreservierung schnell ein Genussurlaub in Maria Alm, bei dem das RAR ein Höhepunkt ist, aber nicht der einzige Grund für die Reise sein muss.
Wichtig für Hotelgäste: Das Fine-Dining-Menü ist nicht Bestandteil unserer Genusspension, sondern wird separat reserviert und gebucht.
Und weil der Raum nun einmal klein ist, lohnt sich eine rechtzeitige Reservierung.
Was am Ende bleibt
Ein Abend im RAR lässt sich ziemlich leicht in Zahlen beschreiben.
Zehn Plätze. Rund drei Stunden. Ein MICHELIN Stern. Drei Hauben.
Die interessanteren Dinge lassen sich schlechter zählen.
Der Name des Bauern auf der Karte. Ein Küchenchef, der seinen Teller selbst an den Tisch bringt. Philipp Schmeisser, der zum nächsten Gang nicht nur einen Wein, sondern auch eine Geschichte im Glas hat. Ferdis Bleistiftzeichnungen. Ein jahrhundertealtes Gewölbe über einem völlig neu gestalteten Restaurant.
Und irgendwo dazwischen eine Bachforelle mit Matcha.
RAR bedeutet Regional And Respect.
Nach einem Abend hier versteht man ziemlich gut, warum beide Wörter dazugehören.
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Häufige Fragen zum RAR Fine Dining in Maria Alm
Hat das RAR Fine Dining einen MICHELIN Stern?
Ja. Das RAR Fine Dining in der HOCHKÖNIGIN in Maria Alm wurde 2026 mit einem MICHELIN Stern ausgezeichnet. Darüber hinaus erhielt das Restaurant zwei Jahre in Folge drei Hauben von Gault&Millau.
Wer kocht im RAR Fine Dining?
Küchenchef Maximilian Reuter und sein Team stehen für eine Küche, die regionale alpine Produkte mit asiatischen Aromen, Einflüssen und Techniken verbindet.
Kann ich im RAR essen, ohne in der HOCHKÖNIGIN zu übernachten?
Ja. Das RAR ist ausdrücklich auch für externe Gäste reservierbar. Eine frühzeitige Tischreservierung wird empfohlen.
Wie viele Plätze hat das RAR?
Das Fine-Dining-Restaurant verfügt über zehn Plätze. Dadurch bleibt das Erlebnis bewusst klein und persönlich.
Wie lange sollte ich für einen Abend im RAR einplanen?
Rund drei Stunden sind ein guter Richtwert. Zum Fine-Dining-Erlebnis gehören neben den eigentlichen Gängen unter anderem Amuse-Bouche, Brotgang und Petit Fours.
Gibt es ein veganes Fine-Dining-Menü?
Ja. Mit Asian Green bietet das RAR ein eigenständiges veganes Menü, das parallel zur Asian-Alpin-Küche entwickelt wird.
Gibt es eine Weinbegleitung oder alkoholfreie Alternativen?
Beides. Sommelier und Restaurantleiter Philipp Schmeisser stimmt die Weinbegleitung auf das Menü ab. Zusätzlich wird eine eigenständig konzipierte alkoholfreie Begleitung angeboten.
Woher stammen die Produkte im RAR?
Viele Produkte kommen aus Maria Alm und der näheren Region. Zu den Partnern gehören unter anderem Biohof EBENGUT, Sommerjufen, regionale Wildlieferanten, Frau Hörls Kräutergarten und Fischerei Bayrhammer.
Ist das RAR in der Genusspension der HOCHKÖNIGIN enthalten?
Nein. Das RAR Fine Dining ist ein zusätzliches, separat zu reservierendes Genusserlebnis.
Ab welchem Alter ist das RAR Fine Dining buchbar?
Das RAR empfängt Gäste ab 14 Jahren.
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